| Eigenart | Anwendung | |
| dynamische Mikrofone | robust | für Live-Anwendungen |
| kein sehr linearer Frequenzgang | besonderer Sound ist für bestimmte Aufnahmen gewünscht | |
| verträgt hohe Schalldrücke | eignet sich besonders zur Aufnahme von Instumenten die hohe Schalldrücke liefern (beispielsweise: Bass Drum, Blechbläser) | |
| Kondensator - mikrofone | empfindlich | hauptsächlich für den Studiobetrieb |
| sehr linearer Frequenzgang | für brilliante unverfärbte Aufnahmen |
| Eigenart | Anwendung | |
| Kugel | ungerichtet (omnidirektional) | Aufnahmen bei denen ein natürlicher Raumklang erwünscht ist |
| zur Aufnahme von Schallquellen, die um das Mikrofon herum verteilt sind | ||
| Niere | gerichtet (unidirektional) |
Aufnahmen bei denen rückwärtiger (Stör)Schall ausgeblendet werden soll |
| zur Verringerung des Rückkopplungsrisikos in Live-Situationen | ||
| zum Stützen einzelner Instrumentes innerhalb eines Ensembles | ||
| "Super- und Hyperniere" | gerichtet |
zur getrennten Aufnahme von nebeneinanderstehenden Instumenten, wenn der rückwärtige Schall nicht komplett ausgeblendet werden muß |
| Acht | bidirektional | zur gleichzeitigen Aufnahme zweier Stimmen, die sich auf gegenüberliegenden Seiten befinden. |
Exemplarisch für alle Holzblasinstrumente zeigt Abbildung 6.2 eine Klarinette; dargestellt ist, wo welche Frequenzanteile besonders stark abgestrahlt werden.
Stellvertretend für die Gruppe der Streichinstrumente ist hier die Geige abgebildet. Wie alle Streichinstrumente hat die Geige ein sehr unregelmäßiges Abstrahlverhalten; die einzelnen Frequenzen breiten sich an verschiedenen Stellen und mit einem unterschiedlichen großen Abstrahlwinkel aus. Ein homogener Klang entwickelt sich daher erst in einiger Entfernung vom Instrument.
Wie in Abbildung 6.3 zu sehen ist, werden die Töne besonders gut von der Decke der Streichinstrumente abgestrahlt. Es ist daher empfehlenswert die Mikrofone mit einem großen Abstand (> 1 m) über dem Instrument anzubringen. Je dichter das Mikrofon am Instrument steht, desto mehr Griff- und Bogengeräusche werden auf der Aufnahme zu hören sein. Die genaue Höhe ist sehr stark vom Raum, von den umliegenden Geräuschen (Solobeitrag oder Ensemblestück) und von der Musik abhängig.
Die Schwingungen der Saiten einer akustischen Gitarre gelangen durch das Schallloch der Gitarre in den Gitarrenkorpus, der als Resonanzkörper wirkt. Die hohen Frequenzen werden hauptsächlich von der Gitarrendecke abgestrahlt, die tiefen vom Schallloch. Je näher das Mikrofon am Schallloch positioniert wird, desto tieffrequenter wird der Klang. Je nach Geschmack muss mit der genauen Position des Mikrofons vor der Gitarre und auch mit dem Abstand zur Gitarre experimentiert werden. Für den Einsatz auf der Bühne wird das Signal einer akustischen Gitarre oft mit einem Tonabnehmer abgegriffen. Es kann dann direkt über einen Verstärker oder über eine DI-Box und ein Mischpult verstärkt werden.
Eine elektrische Gitarre hat einen ausgesprochen schlechten Resonanzkörper, der zu Schwingungen angeregt werden kann. Die Schwingungen der Instrumentensaiten werden deshalb mittels eines Tonabnehmer in elektrische Signale umgewandelt. Diese Spannung muss nun auf eine andere Art und Weise abgenommen werden:
Das Mikrofon sollte möglichst dicht an der Membran stehen. Der Nahbesprechungseffekt kann so zur Wirkung kommen und sorgt für eine Tiefenanhebung. Auch die Position des Mikrofons vor der Lautsprechermembran ist für den Klang entscheidend:
Für die Aufnahme des Bass-Sounds, gilt das selbe wie für die Aufnahme einer E-Gitarre. Allerdings wird hier im Live-Betrieb sehr häufig auf den Einsatz einer DI-Box zurückgegriffen. Das Bass-Signal kann dabei direkt aus dem Instrument in die DI-Box geführt werden. Das Zwischenschalten eines Verstärkers ist nicht unbedingt erforderlich. Im Studio kann sich ein zusätzliches Mikrofon vor dem Hochtöner positiv auf die Präsenz des Basses auswirken.
Bassdrum
Wie in der nebenstehenden Abbildung zu sehen ist, werden die Tom-Mikros möglichst dicht am Fell platziert. Auf diese Art kann sich der Nahbesprechungseffekt auf die tiefen Frequenzen auswirken und die Bässe haben mehr Druck. Auch hier kann der Anteil der hohen Frequenzen dadurch erhöht werden, dass das Mikrofon auf die Mitte des Fells gerichtet wird. Zwei dicht nebeneinander stehende Toms können gegebenenfalls mit einem Mikrofon abgenommen werden.
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